Horse Lords wurden 2010 in Baltimore gegründet und gingen aus dem experimentellen Kollektiv Teeth Mountain hervor. Die Band begann als Trio mit Sam Haberman (Schlagzeug), Owen Gardner (Gitarre) und Max Eilbacher (Bass); kurz darauf stieß der Altsaxophonist Andrew Bernstein hinzu. Obwohl sie aus Baltimores Noise- und Leftfield-Rock-Szene stammen, ist ihr Ansatz deutlich vielseitiger. In sechzehn Jahren intensiver Tourtätigkeit veröffentlichte die Band zehn Studio-, Live- und Kollaborationsalben sowie eine Split-EP mit Lower Dens. Für die FRKWYS-Serie von RVNG Intl. arbeiteten sie zudem mit dem in Berlin lebenden Komponisten Arnold Dreyblatt zusammen. Seit 2021 leben drei der vier Mitglieder in Deutschland, was neue künstlerische Möglichkeiten eröffnete – etwa beim Moers Festival, wo sie in erweiterter Besetzung auch Musik von Julius Eastman interpretierten. Die Band bemerkt dazu: „Wir versuchen immer, die Arbeit innerhalb der Grenzen des Quartetts mit dem Überschreiten dieser Grenzen auszubalancieren.“ Für ihr zweites Album bei RVNG Intl., Demand To Be Taken To Heaven Alive! , erweiterten Horse Lords ihre Besetzung um Madison Greenstone (Bassklarinette), Weston Olencki (Posaune) sowie die Sängerinnen Nina Guo und Evelyn Saylor. Das Album umfasst zwölf neue Kompositionen. Der Titel bezieht sich auf ein Gedicht des russischen Futuristen Vladimir Mayakovsky. Außerdem verweist die Band auf die Bauhaus-Weberin Anni Albers, auf islamische geometrische Muster, die niederländische Avantgardegruppe Maciunas Ensemble sowie auf die Komponist*innen und Autor*innen Tom Johnson, Henry Flynt und Catherine Christer Hennix. Musikalisch reicht das Spektrum von Roscoe Holcomb und James Brown bis zum kuwaitisch-bahrainischen Sawt sowie elektronischen Komponist*innen wie Maryanne Amacher und Jaap Vink.
Is this you? Claim this profile →
No public contact links on file.
Sectors
Sourcing speakers for your event?
Browse the speaker directory →